| | |


Etappen & Touren


Zum Inhalt
Logo facebook_logo Folgen Sie uns auf Facebook

Habichtswaldsteig

- ein sanftes Wandererlebnis

Der Habichtswaldsteig kann in mehreren Tagesetappen erwandert werden. Vorgeschlagen sind hier vier Etappen. Grundsätzlich sollte man sich vorher über die Öffnungszeiten der Einkehrmöglichkeiten informieren und die Unterkunft buchen.


Etappe 1: von Zierenberg zum Firnsbachtal

Kurzbeschreibung

Beginnen lässt sich der Habichtswaldsteig in Zierenberg, einem malerischen Fachwerkort. Gleich geht es hoch über die Blauen Steine auf den Schreckenberg mit herrlicher Aussicht von der alten Warte, die Vorfreude und Wanderlust aufkommen lässt. Eine Kurzweil später ist das Dörnberggebiet erreicht. Der Pfad wird durch blumenbunte Magerrasen von stolzen Wacholdergestalten begleitet, bis die bizarren Helfensteine in den Blick rücken – ein keltisches Natur-Heiligtum. An einer riesigen Harfe kann die einzigartige Landschaft mit Klängen gefüllt werden. Vom geschichtsträchtigen Plateau des Hohen Dörnbergs taucht der Pfad in einen majestätischen Hallen-Buchenwald, wie er für unsere naturverbundenen Vorfahren Vorbild gotischer Kathedralen war.

Über Wiesen mit Hecken und Obstbäumen am Katzenstein wechselt der Habichtswaldsteig auf ein weites Plateau mit ausgedehnten Hutungen und mächtigen Hutebuchen, die schon Fürsten und Prinzessinnen durchstreiften. Vorbei an der Igelsburg auf felsiger Kuppe, von der kaum mehr Reste geblieben sind, wird die romantische Bühnenkulisse des Silbersees mit aufstrebenden Basaltsäulen erreicht. Hier kann man Kraft schöpfen und auf der Pendelwippe träumen. Hölzerne, teils skurrile Veteranen der Hute geschichte begleiten den anschließenden Abschnitt im Glanz des Herkules mit weiter Sicht über die Hauptstadt der Märchenstraße und den Lebensmittelpunkt der Brüder Grimm. Hier geht die von Schafen und Rindern geschaffene Hutelandschaft in den
im Stil Englischer Landschaftsgärten angelegten Bergpark über.

Ein Stück begleitet den Wanderer nun, bergab in die Niederungen mit Stolleneingängen und Stollenwassern im Aschbach, ein wenig Bergbaugeschichte. Vom Herbsthäuschen an windet sich der Pfad durch das idyllische Firnsbachtal, über Brücken und Stege, vorbei an einer Blockhalde.

Service

Streckenlänge:
23 km
Dauer: ca. 6 Stunden ohne Pausen
Märchenrastplätze: Harfe „Bringen Sie die Weite der Landschaft zum Schwingen!“, Pendelraum „Fühlen Sie die Leichtigkeit und Freiheit in luftiger Höhe!“, Riesenbank „Lassen Sie einfach mal Beine und Seele baumeln!“
Märchenhaftes: Turm auf dem Schreckenberg, Blaue Steine, Helfensteine, Igelsburg, Silbersee, Herkules
Angebote: Naturpark-Informationszentrum am Dörnberg, Besucherzentrum Herkules
Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte: in Zierenberg, am Dörnberg, am Herkules, im Firnsbachtal


Etappe 2: vom Firnsbachtal nach Bad Emstal

Kurzbeschreibung

Mit dem Abstieg durch das Firnsbachtal ist das weite Habichtswaldplateau überquert. Eine sanft hügelige Landschaft nimmt nun den Wanderer gefangen. Der Habichtswaldsteig leitet durch das Tal der Bauna, durch die beschauliche Ortschaft Hoof. Dann geht es wieder bergan, bis die steinerne Ruine der Schauenburg erreicht ist. Vom Gipfel der Kuppe, sitzend auf den Thronen der Landschaft, schweift der Blick über das Land der Chatten, das Kernland der Hessen. In der Fantasie erwacht die Geschichte. Offenkundig wird die strategische Bedeutung der aus den Niederungen herausragenden Kuppen. Klar, dass hier alle, ob Chatten oder Franken, Mainzer oder Hessen, Ritter oder Adel, ihre Wehranlagen und Burgen errichteten.

Leicht ist der Abstieg von der Schauenburg und schon bald wandert man am Fuße der Langen Berge vorbei an doch schon so vertrauten Hutungen mit ihren weit ausladenden, Schatten spendenden Bäumen. Durch den Märchenwald am Falkenstein – ein europäisches Schutzgebiet – führt der Steig zur nächsten Burgruine, um die sich die Sage derer von Hund rankt. Auf dem Falkenstein können am Märchenrastplatz „Pfeifenwippe“ vergangene Klänge den stillen Ort mit Leben füllen. Weiter schlängelt sich der Pfad zur Altenburg, durch eine längst vergangene Siedlung mit steinernen Wällen, von der nur noch wenige Reste zu entdecken sind. Im Bann der Chatten schweift der Blick über Niedenstein in die weite Niederhessische Senke, deren Vorzüge schon unsere steinzeitlichen Vorfahren zu schätzen wussten. Sanft geht es weiter hinab durchs Pfaffenholz in die Niederungen der Ems und dann durch das Tal der Quellen, dem beschaulichen Bad Emstal zu.

Service

Streckenlänge: 18 km
Dauer: ca. 5 Stunden ohne Pausen
Märchenrastplätze: Landschaftsthrone „Thronen Sie mit Ausblick auf „Ihre Ländereien!“, Pfeifenwippe „Erzeugen Sie Klänge aus der Zeit des Minnegesangs!“
Märchenhaftes: Burgruine Schauenburg, Burgruine Falkenstein, Wallanlage Altenburg
Angebote: Märchenwache in Breitenbach,  Kurpark
Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte: im Firnsbachtal, in Schauenburg, Niedenstein und Bad Emstal

Etappe 3: von Bad Emstal nach Naumburg


Kurzbeschreibung


Vom Läuseküppel führt der Habichtswaldsteig durch den Wald am Fuße des Erzeberges. Kurz erscheint die Balhorner Wehrkirche im Blick, da geht es wieder ein Stück des Waldes, vorbei an einem alten Steinbruch. Am Waldrand sind alte, riesige Buchen geblieben, unter denen sich ein kurzes Innehalten mit weitem Blick bis zur Weidelsburg anbietet, die oben auf einer fernen Kuppe thront. Etwas später findet sich der Wanderer schon in einem beschaulichen Bachtal mit Wiesen und beeindruckenden Hutebäumen wieder, das sich langsam der Stadtgrenze von Naumburg nähert.

An einem Sonntag kann hier der Hessencourrier mit seiner historischen Dampflokomotive entlang schnaufen und dicke Wolken ausstoßen. Die romantische Fachwerkstadt wird von der Naumburger Warte angekündigt. Auf deren Märchenrastplatz lädt die Himmelsschaukel zum weiten Schwingen hoch in das Tal der zwei Burgen ein. Es folgt der Abstieg zur Elbe. Vorbei am Bildstein begleitet der Habichtswaldsteig die Elbe ein Stück, um etwas später am Märchenrastplatz unterhalb der Weidelsburg einem „Jungen Riesen“ zu begegnen. Dieser junge Obstbaum gesellt sich zu einem alten „Apfelriesen“, der kunstvoll ausgestattet mit Kopf und Herz den Blick ins Wolfhager Land weist. Eine Riesen- und Naturpark-Bank laden ein zur Rast.

Den Berg hinauf führt der Habichtswaldsteig zur majestätischen Weidelsburg mit ihren gut erhaltenen Ruinenmauern, um sich anschließend über Felder und Wiesen wieder Naumburg zu nähern. Über den Burgberg, durch verwunschene Gärten und verwinkelte Gassen geht es mitten in das Herz der mittelalterlichen Stadt. Wer die grandiose Aussicht und den ritterlichen Flair der Weidelsburg verpassen und abkürzen möchte, der kann auch unterhalb des Bildsteins auf die Extratour H8 wechseln, die vorbei an Weidelshof und Weingartenkapelle direkt nach Naumburg führt.

Service

Streckenlänge:
22,5 km
Dauer: ca. 6 Stunden ohne Pausen
Märchenrastplätze: Himmelsschaukel „Schaukeln Sie frei und leicht in die Landschaft!“, Junger Riese „Erleben Sie sich jung und alt, klein und groß!“
Märchenhaftes: Warte, Bildstein, Burghain, Weingartenkapelle, Froschkönigbrunnen
Angebote: Haus des Gastes mit Natur-Informationszentrum und Kurpark, Hummelwerkstatt (-zoo), Museen
Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte: in Bad Emstal, in Naumburg und in Ippinghausen

Etappe 4: von Naumburg bis zum Edersee


Kurzbeschreibung


Wenn die romantische Fachwerkstadt Naumburg hinter einem liegt, führt der Habichtswaldsteig durch ein verwunschenes Wiesental in einen tiefen Wald. Durch einen alten Hohlweg, entlang mittelalterlicher Grenzen, vorbei an bemoosten Grenzsteinen geht es vom Naturpark Habichtswald in den Naturpark Kellerwald-Edersee hinüber. Bereits von weitem ist das auf einer Anhöhe am Edersee thronende Schloss Waldeck zu bestaunen. Durch das Tal der Netze führt der Steig sanft hinauf, durch die malerische Altstadt, an Schloss und Stadtmauern entlang. Ein Märchenrastplatz mit eingerahmten Landschaftsbildern erschließt dem Blick das Schloss und den Edersee mit dem Buchenmeer des Nationalparks durch ein Passepartout.

Kaum hat der Wanderer die alte Stadtmauer verlassen, taucht der Steig am Ziegenberg mit seinen krüppeligen Buchen von der historischen Stadtkulisse in die natürlichen Wälder der Edersee-Steilhänge ein. Hier verläuft der Pfad auf dem Urwaldsteig. Nachdem der Teufelsgraben hinter einem liegt und der Aufstieg zur Kanzel geschafft ist – den Abstecher zur Hermannshöhe nicht auslassen – öffnet sich der Wald. Von den Landschaftsthronen des Märchenrastplatzes enthüllt sich eine spektakuläre Aussicht über den blauen Edersee, auf die bewaldeten Steilhänge, auf die Silhouette von Waldeck und auf das hoch oben thronende Schloss der Fürsten von Waldeck. Weiter steuert der Pfad durch bizarre Wälder des Uhrenberges zur kleinen Kanzel mit Blick auf die Sperrmauer zu. Die Ferienregion Edersee mit Badespaß und vielfältigen Freizeitangeboten ist das Ziel der Wanderung.

Service

Streckenlänge:
21,5 km
Dauer: ca. 6 Stunden ohne Pausen
Märchenrastplätze: Landschaftsrahmen „Lassen Sie Ihren Blick auf Schloss und Edersee ruhen!“, Landschaftsthrone „Thronen Sie mit Ausblick auf „Ihren“ Edersee!“
Märchenhaftes: Schloss Waldeck, Stadtmauer
Angebote:  Schloss Waldeck, Sperrmauer, WildtierPark Edersee, BuchenHaus, Baumkronenweg
Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte: in Naumburg, Waldeck und Hemfurth-Edersee